Mal kurz nach New York City

Letztes Wochenende haben wir uns spontan entschlossen nach New York zu fahren um einen guten Freund aus Österreich zu treffen. Hab ich da gerade SPONTAN gesagt? Ja, ist das nicht der hammer, dass man für ein Wochenende mal schnell nach New York fahren kann. Ich kann das selbst noch nicht so ganz glauben.

Die Strecke Boston – New York kann man auf verschiedene Wege zurücklegen. Mit dem Flugzeug, Auto, Zug oder mit dem Bus. Die Busse fahren sogar halbstündlich. Wir entscheiden uns für den Bus, weil wir bereits gute Erfahrungen gemacht haben und es preislich ganz okay ist. 60 Dollar kostet die Hin-und Rückfahrt pro Person. Der einzige Nachteil im Vergleich zum Zug ist das starke Verkehrsaufkommen um NYC. Man muss also auf jedenfall mehr als die angegebene Fahrzeit von 4.5h einplanen. Fällt die Reisezeit auf das Wochenende kann man gerne schon mal eine Stunde draufrechnen. 

Jedes Mal wenn ich nach New York City komme erlebe ich die Stadt etwas anders. Wahrscheinlich liegt es daran, dass die Stadt so unglaublich facettenreich ist. Manchmal ist sie aufregend, manchmal laut und stürmisch, dann aber wieder so vertraut und friedlich. Das erste Mal war ich mit der ganze Familie da. Damals hat mich die Stadt sehr beeindruckt. Noch nie vorher bin ich in so einer riesigen Stadt U-Bahn gefahren. Durch Manhattan zu laufen und zwischen den Wolkenkratzern zu stehen war einfach nur überwältigend. Sogar die Twin Tower vom World Trade Center standen damals noch.

Das zweite mal habe ich New York viele Jahre später zusammen mit Ben besucht. Wir haben uns durch die Stadt treiben lassen, sind durch die Parkanlagen geschlendert, mit der Fähre gefahren und sind Nachts über die Brücken spaziert um die Skyline der Stadt zu bestaunen. Bei dieser Reise haben wir uns bewusst von den stressigen Teilen entfernt und eine sehr entspannte Seite von New York kennengelernt.

Wieder ein paar Jahre später waren wir zu Halloween in New York City, was super aufregend und gleichzeitig sehr stressig war. Ganz Manhattan hat nur von kostümierten Menschen (und auch Hunden) gewimmelt. Es war so toll anzuschauen.

Bei unserem jetzigen Besuch waren wir die meiste Zeit in Brooklyn, welches deutlich angenehmer als Manhattan ist. Ruhiger, entspannter, und hat ziemlich coole Ecken. Besonders East Williamsburg ist eine mega angesagte Gegend. Dort wimmelt es nur so von Kaffee’s, Bars, Bistros, Designerläden und vielen junge Menschen. Ein Stadtteil wo man sich sicher gut zu Hause fühlen kann. Die Häuser dort sind klein, besitzen meist 3 Etagen. Manche haben sogar einen kleinen Garten oder einen Innenhof der als Park oder Spielplatz umgebaut wurde. 

Steph wohnt mir seiner Freundin in einem nagelneuen Wohnkomplex, der allen Luxus bietet. Neben Fitnessräumen und Homeoffice-Bereich gibt es sogar eine Tagesstätte für Haustiere. Ich wundere mich nur kurz, aber scheinbar haben die Menschen in diesem Viertel eher Haustiere als Kinder.

Im Sommer kann NYC unerträglich heiß werden. Schon die ersten Meter auf den Straßen machen uns fix und fertig. Eiskaffee und Iced Chai bringen uns ein paar Meter weiter, aber wir sind froh, als wir schließlich die letzten Besorgungen für Stephs Abschiedsparty erledigt haben.

Den Abend verbringen wir im Hinterhof/Garten von Freunden von Steph, es gibt Rum aus Cuba, lilafarbene Tortillachips, Kunstwerke von Steph, projiziertes Videomaterial an der Hauswand und wir lernen viele interessante New Yorker kennen. Dark & Stormy, einer meiner neuen Lieblingscocktails macht mich sehr schläfrig oder es sind einfach nur die vielen neuen Eindrücke des Tages? Als ich wieder erwache perlt mir der Schweiß von der Stirn. Alle sind noch da und 3 Uhr nachts hat sich die Temperatur kaum geändert. Wir lassen uns von einem Taxi abholen und freuen uns auf unser Bett.

Am nächsten Tag bleibt nicht viel Zeit, außer für ein entspanntes Frühstück mit unseren Gastgebern. Dann ist es leider schon wieder Zeit für den Heimweg.

New York wann sehen wir uns wieder?